Hallo vidi,
Ich merke seit dem iClone habe das ich auch mehr drauf achte wenn ich ein Film gucke wie die Kamera einstellungen sind , habe ich früher nie gemacht [BigGrin]
mit Freude lese ich, dass du dich intensiver mir der Kameraführung beschäftigst.
btw. CD mich würde mal interessieren was das für eine Neumodische Kameraeinstellungsind ? Da ist zb ne Kochsendung wo die Kamera die ganze Zeit schaukelt als wenn der kamera man ganz nötig Pinkel muss und man selber ganz besooffen beim zu gucken wird. Oder da noch sowas, da dem Interview Partner total auf den Mund gezoomt das man schon alle Backenzähne sieht und dabei auch ständiges hin und wegzoomen Weil mir das jetzt schön öfters aufgefallen ist wollte ich mal fragen ob das eine neue Mode ist . Ich find jedenfalls unmöglich [BigGrin]
Ja, bisher hat sich immer gezeigt, dass es viele Modeerscheinungen gab und gibt, aber etwas weniger gute Mode.
Vor, 3 oder 4 Jahren falls ich mich in der Zahl der Jahre nicht verschätze, gab es einige Spelfilme, insbesondere im Fernsehen mit einer völlig verwackelten Kameraführung. Die Macher wollten den Amateurlook wiedergeben und dachten dass sie das Ei des Columbus erfunden hätten. Leider, der Zuschauer, der mit sich selbst immer so rücksichtsvoll war und ist, hat sich dieses Art nicht angenommen und verpönt. Sehr schnell war diese Mode wieder verschwunden.
Da ich auch einen Teil meiner Zeit bei Iclone verbringe, habe ich noch keine Kochsendung mit so einer verwackelten Kameraführung gesehen, aber ich bin mir sicher dass es nicht lange andauern wird.
Die Begründung dafür: Unsere Wahrnehmung, wenn wir uns bewegen - zum Beispiel beim gehen, ist so definiert dass wir eine Art relativ ruhiger Kamerafahrt erleben. Erst wenn wir schneller gehen bzw. laufen, wird unsere Wahrnehmung unruhiger. So etwas ertragen wir ja nicht allzu lange. Diese Unterschwellige Wahrnehmung steuert natürlich unbewusst unsere Wahrnehmung vor der Mattscheibe oder Leinwand. Alles was sich zu sehr von dieser Basis abspielt, ist nach meiner Meinung zum Scheitern verurteilt.
Der Rhythmus hat sich in der Gesamtheit beschleunigt und die Nähe zwischen Kamera und Protagonist hat sich reduziert im Laufe der Jahrzehnte. Ansonsten ist nicht allzu viel passiert.
Die Beschleunigung hat sich aber nicht Maßlos verändert. Wir brauchen nach wie vor eine gewisse Zeitspanne um den Inhalt der Bilder wahrzunehmen und wenn wir darunter liegen, dann haben wir den Zuschauer nicht berücksichtigt.
Eine Einstellung zu lange zu zeigen, egal wie schön sie gelang, ist allerdings auch ein Problem, mehr Heute als Gestern sogar, da der Zuschauer sehr schnell gelangweilt ist.
Die Inszenierung hat wesentlich größere Schritte gemacht.
Oh je Vidi, sorry, wie du sicherlich weißt, ich schreibe ja nur Tutorials für Anfänger und was ich hier beschreibe ist, glaube ich mich zu erinnern, 6. Semester oder ähnlich. ;)
Ich möchte an dieser Stelle einmal mehr meine Bewunderung Preis geben. Wir haben hier im Forum eine Palette von überdurchschnittlich begabte Künstler/Innen und das ist für mich ein Ansporn noch besser sehen zu wollen.
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